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7 Tipps, um die Absprungrate im Onlineshop zu reduzieren

Was ist die Absprungrate & wie misst man sie? Was ist die durchschnittliche Absprungrate eines Onlineshops? Was kann in Onlineshops zu einer hohen Absprungrate führen?


Ziehen Sie viele Besucher auf Ihre Onlineshop-Seite, konvertieren diese jedoch nicht in Kunden? Legen Ihre Besucher fleißig Waren in den Warenkorb, lassen die Waren jedoch ohne Kauf zurück? Wollen Sie die Absprungrate in Ihrem Onlineshop reduzieren und Interessenten in treue Käufer verwandeln?

Dann sind Sie bei uns goldrichtig. Um eine hohe Absprungrate zu vermeiden, ist eine Analyse des Kaufverhaltens notwendig, damit Sie feststellen, an welchem Punkt Ihre potenziellen Käufer den Shop verlassen. Mit den entsprechenden Daten können Sie die Benutzerfreundlichkeit Ihres Online-Stores verbessern und gezielt auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden eingehen.

Schauen Sie sich in unserem Ratgeber die Gründe für eine hohe Absprungrate an, lernen Faktoren kennen, die zu Kaufabbrüchen im Onlineshop führen können und überprüfen, welche Möglichkeiten Sie haben, um die Absprungrate im Onlineshop zu reduzieren.


Absprungrate Definition

Die Absprungrate auf einer Website liegt im Durchschnitt bei 90%. D.h., von 100% Besuchern verlassen 90% die Seite wieder, ohne etwas zu kaufen. Das klingt anfangs recht viel, ist allerdings normal, da nicht jeder Interessent beim ersten Besuch sofort zu einem Kunden wird und nicht jede Seite konvertiert.

Viele Interessenten benötigen mehrmals Kontakt zu einem Unternehmen, und zwar auf verschiedenen Kanälen, wie Social Media, der Webseite oder durch Anzeigen, bis sie tatsächlich etwas kaufen. Die ersten Kontakte dienen eher dem Vertrauensaufbau, als dem Verkauf.

Die Bounce Rate bezieht sich nicht nur auf Warenkorbabbrecher, sondern generell auf Personen, die Ihren Onlineshop betreten, nach der Landing Page aber auf keine weiteren Unterseiten klicken. Per Definition berechnet sich die Bounce Rate jeweils pro Startseite, die der Kunde anklickt - egal ob Landing Page, Blog-Artikel oder Produktangebot - und nicht in Bezug auf den gesamten Shop.

Die Absprungraten Formel berechnet sich wie folgt:


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Die Absprungrate in Statistiken

Hier ein paar Statistiken, damit Sie die Werte Ihres Onlineshops in Relation setzen. Die durchschnittliche Absprungrate auf einer Website variiert je nach Inhalt und Angebot und kann zwischen 60% und 90% liegen. Einige Seiten leiten z.B. auf Unterseiten weiter, wie ein Blog-Artikel, der auf ein Produkt verweist, oder eine Landing Page, die auf einen externen Shop weiterleitet. Dadurch ist die Absprungrate oftmals eine Weiterleitung und nicht immer ein Verlassen des Anbieters.

Für Cafés, Restaurants und Geschäfte mit in-Person Kontakt kann die Absprungrate der Webseite ebenfalls hoch sein, da diese lediglich zum Anzeigen der Öffnungszeiten und der Adresse dient, jedoch nicht zum Verkauf.

Als Online-Shop-Betreiber wollen Sie herausfinden, wann und wo Sie das Interesse Ihrer Kunden verlieren und wie Sie die Absprungrate in eine erfolgreiche Conversion umwandeln. Je länger Sie Ihre Kunden auf der Webseite halten können, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese sich für Ihre Produkte interessieren.

Absprungrate nach Business-Bereichen:

🛍E-Commerce Shops: 21 – 46%
👩‍💻Business-2-Business: 24 – 56%
🗯Content-Seiten: 34 – 63%
📝Blog-Artikel: 63 – 89%
💻Landing Pages: 61 – 90%

 

Was ist eine gute Absprungrate?

Da die Absprungrate in den meisten Fällen sehr hoch aussieht, grundsätzlich jedoch vom Inhalt und der Funktion der Seite abhängt, sind mehrere Faktoren ausschlaggebend dafür, ob die Rate positiv oder eher negativ ist.

Fragen Sie sich bei der Analyse der Zahlen zuerst:
- Warum besucht der Kunde diese Seite?
- Wird er von dieser Seite auf eine Unterseite weitergeleitet?
- Wie hat er zum Onlineshop gefunden, via Mobiltelefon oder Desktop?
- Was ist das Ziel der Landing Page?
- Ist die Seite benutzerfreundlich und übersichtlich?
- Funktionieren alle Buttons und Links?

Passend zu unserer Tabelle weiter oben, entspricht eine gute Absprungrate je nach Unternehmen um die > 25% im E-Commerce, > 30% im B2B, > 40% für Content-Seiten, > 65% für Blogs, und > 65% für Landingpages. Lassen Sie sich hier nicht von hohen Zahlen abschrecken, sondern überprüfen Sie, wo Ihr Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz in Ihrer Branche steht.

Wichtig ist auch zu sehen, ob der Kunde, der Ihre Seite besucht, Erstkunde ist oder bereits Kontakt mit Ihnen hatte. Wenn Kunden Sie bereits kennen (wie z.B. durch einen Newsletter), und trotzdem nach wiederholtem Besuch nichts kaufen, sollte die Verkaufsstrategie, die Copy auf der Landing Page, der Checkout-Prozess oder die Navigation der Seite verbessert werden.

Digitale Verkaufsberatung durch Guided Selling hilft genau bei diesen Punkten, und hat in den letzten Jahren enorm zur Verbesserung der Absprungrate beigetragen. 87% mehr Engagement, eine bis zu 60% reduzierte Bounce Rate und eine 65% Referral Rate sprechen für sich.

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Welche Faktoren können zu einer erhöhten Absprungrate im Onlineshop führen?

Wie bereits beschrieben, gibt es viele Faktoren, die in die Berechnung der Absprungrate mit hinein spielen. Wir listen sie hier noch einmal auf:

👉 Die Seiten-Navigation und das User-Interface sind zu kompliziert
👉 Der Checkout-Prozess beim Einkauf dauert zu lange
👉 Die Suchfunktion ist nicht detailliert genug, der Kunde findet nicht was er sucht
👉 Die Buttons funktionieren nicht oder Links leiten nicht weiter
👉 Ihre Seite leitet auf eine Unterseite weiter (das soll sie auch!)
👉 Die Landing Page dient nur als Informationsquelle, wie z.B. für Öffnungszeiten
👉 Sie bieten Content, aber keinen Call-to-Action (CTA)

Bei neuen Leads ist es wichtig zu analysieren, wie lange diese auf der Shop-Seite verweilen und ob sie auf spezielle Angebote reagieren (kostenloser Download, E-Mail-Newsletter, Rabatt-Code etc.). Das lässt sich besonders gut durch gezielte Aktionen für Neukunden, wie z.B. auf einer speziellen Unterseite, ermitteln.

Greift das Angebot nicht und der potenzielle Käufer verlässt den E-Commerce Store so schnell wie er gekommen ist, liegt es vielleicht an der Strategie, nicht aber an den Produkten. Einige Onlineshops leiten Ihre Interessenten gezielt von einem Blog-Artikel zu einem Produkt in den Store weiter, und von dort aus zu einem Add-on, welches zum Produkt passt.

Andere Anbieter lassen Blog-Beiträge gezielt weg, und leiten Ihre Kunden direkt zur Landing Page mit den Produkten, ohne Firlefanz und ohne Umschweife. Das hängt von Ihrem Angebot ab und was Sie sich als Ziel Ihrer Werbestrategie gesetzt haben.

 

7 Tipps wie Sie die Absprungrate im Onlineshop senken

Um die Absprungrate in Ihrem Onlineshop zu reduzieren, gibt es mehrere Möglichkeiten. Schließlich suchen Ihre Kunden genau das, was Sie anzubieten haben, vielleicht finden sie es nur nicht schnell genug. Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen, wie Sie Ihre Seiten optimieren können, damit die Absprungrate sinkt.

Je nach Sektion eines Onlineshops, können Sie am User Interface und der Navigation (UI), der Benutzerfreundlichkeit (UX), dem Call-to-Action (CTA), dem Content, am Treue-Siegel, und der Suchfunktion ansetzen.

👉Suchfunktion: Verbessern Sie Ihre Suchfunktion durch Faceted Search und Guided Selling, was zu 87% mehr Engagement führt

👉Vertrauen: Zeigen Sie ein Treue-Siegel und Kunden-Rezensionen auf der Seite

👉Design: Gestalten Sie Ihren Shop übersichtlich zeigen Sie Ihre Produkte!

👉Navigation: Machen Sie es dem Kunden leicht von der Ware zum Warenkorb und zum Check-out zu gelangen


👉Zahlungsoptionen: Bieten Sie mehrere Zahlungsoptionen an (Bankeinzug, Paypal, Kreditkarte, Ratenzahlung...)


👉Content: Optimieren Sie Ihren Content! Produktbeschreibungen, zusätzliche Qualitätsmerkmale, ansprechende Angebote


👉Call to Action: Wo muss der Kunde klicken um zu kaufen, ohne zu überlegen?


Die Navigation eines Onlineshops ist genauso vielfältig wie Ihre Kunden. Deswegen ist es unerlässlich die Customer Journey zu kennen, um jedes Mal besser auf die Bedürfnisse Ihrer Interessenten einzugehen.

Guided Selling ist hierbei äußerst hilfreich. Durch einen digitalen Berater wird der Kunde (egal an welchem Touchpoint) persönlich beraten und findet dadurch schneller zu seinem Wunschprodukt, und erhält außerdem alle wichtigen Informationen zu Qualität, Preis-Leistung und Rückgaberecht an einem Ort.

Wie im richtigen Geschäft betreut der Verkaufsberater basierend auf KI und Machine Learning den Kunden, und begleitet ihn bis zum Checkout. Das erhöht nicht nur die Conversion, sondern senkt auch die Absprungrate, was wiederum zu höherem Umsatz führt! 

 

Wir hoffen, dass unsere 7 Tipps die Absprungrate im Onlineshop zu reduzieren Sie inspiriert haben! Erfahren Sie, wie Sie mit Neocom Guided Selling die Bounce Rate um 60% senken können und laden sich unsere Case Study mit Fahrrad.de herunter.

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Fahrrad.de Case Study

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